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Karrieresprung: Der Laufenburger Janusch Laule
vom RSV Bad Säckingen unterzeichnete in Stein in der Schweiz einen
Profivertrag. Foto: Gerd Welte
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Radsport: - Damit nicht genug: Auch der Plan, eine
Hochrhein-Renngemeinschaft unter der Regie des VBC Waldshut-Tiengen zu
gründen, ließ sich vor einem Jahr ebenfalls nicht verwirklichen.
Nun hat der 24 Jahre alte Student aus Laufenburg - das
Hydrologie-Studium in Freiburg soll 2006 erst einmal ruhen - einen
Profivertrag in der Tasche und obendrein zum ersten Mal Autogrammkarten.
Der neue Rennstall zählt zur Continental-Kategorie, was der früheren
GS-3-Stärke entspricht (Groupe Sportive III) und wird als
lettisch-schweizerisches Team mit dem Namen
Rietumu-Bank-Riga-Ideal geführt.
Star der Mannschaft ist der Schweizer Zeitfahrspezialist Jean Nuttli.
Mit Peter Jörg fährt ein weiterer Eidgenosse für das Team. Laule ist
deutsch-schweizerischer Doppelbürger (Mutter Schweizerin), fährt jedoch
mit einer deutschen Lizenz. Zu diesem Trio kommen noch zehn Fahrer aus
Lettland. Durch den griechischen Hauptsponsor (Ideal-Bike) wird der
internationale Anstrich der Laule-Equipe noch verstärkt. Aber mit dem
Sitz des Rennstalls auf der Schweizer Hochrheinseite bekommt dieses
internationale Radsportprojekt auch einen regionalen Aspekt. "Diese
Konstellation ist für mich geradezu ideal", sagt Janusch Laule, der
derzeit auf dem Landratsamt in Lörrach ein Praktikum absolviert.
Nachdem vor Jahresfrist sich die Frankfurter Profipläne zerschlagen
hatten, nahm sich Laule vor, künftig die Dinge selbst in die Hand zu
nehmen. Da fügte es sich gut, dass er die Bekanntschaft mit dem
bayerischen Radsport-Manager Benno Riedesser gemacht hat. Dieser
vermittelte Janusch Laule die Adresse von Reto Winter, der in Stein das
Riga-Projekt ins Rollen brachte.
Winter und Laule wurden sich recht schnell handelseinig, so dass sich
gleichsam als Weihnachtsgeschenk der Traum des jungen Rennfahrers vom
Radprofi verwirklichte. Winter ließ sich von Laules Ehrgeiz überzeugen,
der durch den Gewinn des Nachwuchstrikots beim LBS-Cup 2002 und dem
Aufstieg zum Stuttgarter Bundesligafahrer 2003 und 2004 dokumentiert
wird.
Wegen einer Viruserkrankung, die mit Antibiotika und Infusionen
behandelt wurde, kam Janusch Laule in dieser Saison nicht in Schwung.
Aber seit zwei Monaten kann er nach Plänen des Bad Säckinger
Vereinstrainers Peter Schiffner wieder ordentlich trainieren. Und im
März geht es mit der neuen Mannschaft ins Trainingslager nach Montenegro
mit einer anschließenden Rundfahrt. Zum Saisonauftakt sind dann weitere
Rundfahrten in Griechenland und Frankreich vorgesehen.
Die Teamleitung des neuen Rennstalls visiert auch einen Start bei der
Rothaus-Regio-Tour im August an. "Das wäre eine tolle Sache, wenn ich da
gleichsam als Lokalmatador mit von der Partie sein könnte", schmiedet
Janusch Laule Zukunftspläne, die auch einen Start beim Bad Säckinger
Grenzland-Kriterium im August im Rahmen der Deutschland-Tour-Etappe
umfasst.
Schon im nächsten Jahr will der Laule-Rennstall zur nächst höheren
Klasse aufsteigen. Der Vertrag des Laufenburger Neo-Profis läuft vorerst
ein Jahr. Laule hätte nichts dagegen, wenn 2006 bei einer Verlängerung
die zweite Kategorie Professional Continental zum Zuge käme.
Janusch Laule hat einen Profivertrag mit Perspektive. |