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So viel wurde diskutiert und gestritten im Vorfeld des
Grenzland-Kriteriums des RSV Bad Säckingen. Das Rennen im Vorjahr in der
Innenstadt war zwar für die Zuschauer interessant, doch beklagten
Geschäftsleute Umsatzeinbußen, da Kunden nicht mehr störungsfrei
einkaufen konnten. Der RSV Bad Säckingen zog deshalb ins Industriegebiet
um.
Die Strecke, wo normalerweise die Abendrennen stattfinden, ist zwar
reizvoll und fair, aber "weg vom Schuss". Die Folge: Auch am Samstag
kamen nur eingefleischte Radsport-Fans, die Resonanz insgesamt war aber
sehr mager.
Ein Hoffnungsschimmer: Bürgermeister Martin Weißbrodt stattete den
Radsport-Vereinsverantwortlichen einen Besuch ab. Auch er zeigte sich
nicht abgeneigt, im nächsten Jahr wieder einen Versuch in der Innenstadt
zu wagen.
Der Sport muss in die Städte, nicht an die Peripherie. Nur so können
breitere Schichten für diesen Sport gewonnen werden, nur so können die
fleißigen Helferinnen und Helfer des Vereins für ihre Arbeit belohnt
werden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit geht das nicht.
Ein Blick in Nachbarstädte lohnt sich da. Das Kriterium in
Rheinfelden findet in der Innenstadt statt, die Tiengener "City Night"
ebenfalls. Beide erfahren eine große Resonanz. In Tiengen ging es mitten
durch die Fußgängerzone, auf Kopfsteinpflaster, wenige Zentimeter vorbei
an den Straßencafés. Action pur, tolle Altstadt-Atmosphäre. Das macht
nicht nur den Zuschauern, sondern auch den Sportlern Spaß.
Und was in Tiengen geht, muss doch auch in Bad Säckingen möglich
sein. Oder nicht? |