Bericht in der Badischen Zeitung vom 19. September 2005

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 Badische Zeitung vom Montag, 19. September 2005 

Radrennen kommt zu den Menschen  Abo
Rückkehr des Grenzlandkriteriums in die Innenstadt hat sich bewährt / Der Titelverteidiger scheidet nach Massensturz aus

Von unserem Mitarbeiter

Simon Stortz

BAD SÄCKINGEN. Die Rückkehr hat sich bewährt. Das „Internationale Grenzlandkriterium um den Großen Preis der Sparkasse“ wurde in der Bad Säckinger Innenstadt gut angenommen. Nachdem im vergangenen nur wenige Radsportfans den Weg an die (Ausweich-) Strecke im Industriegebiet gefunden hatten, säumten dieses Mal zahlreiche Zuschauer die Strecke im Zentrum.



Dort wurden spannende Rennen geboten. Im Hauptrennen konnte sich der spätere Sieger Kurt Kleinheinz zwar relativ früh nach Punkten absetzen, der Kampf um Platz zwei blieb aber bis zuletzt spannend. Lokalmatador Reto Matt wurde noch in der letzten Wertung vom zweiten auf den vierten Platz verdrängt.

„Das war die Auftaktveranstaltung in Richtung Deutschlandtour“, freute sich Martin Weissbrodt über den ersten Radsporthöhepunkt 2005/2006 in Bad Säckingen. „Ich hoffe, diese Veranstaltung dient als kleiner Appetitanreger für die Deutschlandtour“, so Weissbrodt. Weissbrodt wertete die

Rückkehr des Rennens ins Stadtzentrum als einzig richtigen Schritt: „Das Rennen ist zu den Menschen zurückgekehrt.“

Und Burkhard Schöttler, Vorsitzender des ausrichtenden Radsportvereins „RSV Trompeter“, war mit der Resonanz zufrieden. „Deutlich mehr Zuschauer als im vergangenen Jahr“ waren für ihn Grund genug zur Freude. Vor allem im Start-/Zielbereich standen die Radsportfans dicht gedrängt - und spendeten dem im Minutentakt vorbei rasenden Feld immer wieder Applaus. Das Hauptfeld jagte derweil über den einen Kilometer langen Rundkurs von der Scheffelstraße über die Werderstraße, Gießenstraße und Austraße zurück ins Ziel in der Scheffelstraße. 80 Runden mussten die 78 gemeldeten Fahrer zurücklegen. Alle zehn Runden gab es Punkte für die vier jeweils bestplatzierten Fahrer.

Mit 47 Stundenkilometern

im Schnitt durch die Altstadt

Dazwischen wurden immer wieder Geldprämien ausgelobt. Entsprechend motiviert gingen die Pedaleure zu Werke. Mit durchschnittlich etwa 47 Stundenkilometern jagten die „Elite-Amateure“ über den Rundkurs. Schneller geht es im Stundenmittel auch nicht bei der Tour de France.

Bei so einem hohen Tempo kann es dann aber auch schnell zu stürzen kommen. Oft genügt schon eine kleine Unachtsamkeit. Solch eine Unachtsamkeit war wohl auch ausschlaggebend, als es etwa zur Rennmitte zu einem Massensturz kam. Prominentestes Opfer war Vorjahressieger René Weissinger. Der Profi musste aufgeben. Nicht beteiligt an dem Sturz war dagegen Kurt Kleinheinz von der RG Bad Schussenried. Der Sieger von 2003 lag zu diesem Zeitpunkt bereits in aussichtsreicher Position. Am Schluss sollte ihm keiner mehr den Sieg streitig machen. Er ist nach Lokalmatador Rolf Lüber der zweite Fahrer, der das Kriterium zwei Mal für sich entscheiden konnte.

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